Familientherapie - Pädagogische Beratung - Einzeltherapie

Romane

Hansjörg Schertenleib: Das Regenorchester

Ein Deutscher in Irland, ausgewandert mit seiner Frau und nun ohne seine Frau, da die ihn verlassen hat. Er läuft verzweifelt durch den Regen und trifft auf eine alte Frau, eine Irin. Sie lädt ihn zum Tee ein und aus dieser Begegnung entwickelt sich eine Beziehung, die zur Folge hat, dass eine irische Lebensgeschichte niedergeschrieben wird und er, der Deutsche darüber den Schmerz seiner eigenen Geschichte spüren kann und lernt damit zu leben. Wunderschöne Sprache, originelle Gedankengänge und man hört den irischen Regen rauschen.



Lily Brett: Chuzpe

Urkomisch – die ganze Geschichte. Ruth und Edek wieder voll in Aktion. Die Tochter, Ruth, nach wie vor ängstlich und haarspalterisch besorgt um Vaters Wohlergehen. Der Vater, Edek, diesmal voller Tatendrang und im siebten Klops und Mops Himmel sowieso alles in New York. Einer der besten Romane von Lily Brett.



Barbara Baumgartner: Ein Jahr in Barcelona
Auf der Suche nach einem “anderen” Städteführer bin ich auf diese Reihe bei Herder gestossen. Barcelona interessierte mich besonders und inzwischen weiß ich Vieles über die Stadt, durch den 12 Monatebericht der Autorin. Man bekommt neben der Aussenansicht einer Stadt, eine Innenansicht geliefert und das erweitert den Horizont und macht neugierig.



Susanne Stöcklin-Meier: Von der Weisheit der Märchen

Ein wunderbares Buch für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Gut gegliedert finde ich zu jedem Themenkreis das Passende. Pädagogisch besonders wertvoll zu jedem Märchen, mehrere Vorschläge wie es zu vertiefen ist. Überwiegend neue Märchen werden ästhetisch bebildert vorgestellt. Auch in der Kürze liegt die Würze, gute Märchen müssen nicht 10 Seiten lang sein.



Michael Winterhoff: Tyrannen müssen nicht sein

Wir kommen als Eltern und Pädagogen nicht drum herum uns für unsere Schützlinge Zeit zu nehmen. Zähne putzen und Zimmer aufräumen will geübt sein – wenn es sein muss auch 12 Jahre lang. Schreibt der Autor. Noch mehr Zeit und Vorbild braucht es im Bereich soziales Verhalten und wer es schafft, seine Freizeit ohne Fernseher und Computer zu gestalten hat gute Karten. Wahrheiten, die unbequem sind, da Eltern die Komfortzone vor dem Fernseher und Computer selbst verlassen müssen um wieder aktiv ins Leben einzusteigen. Wer will das hören ? Interessant auch über die Auflösung von Beziehungsstörungen zu lesen. Da gibt es keine schnellen Lösungen, was jahrelang symbiotisch lief, braucht Zeit, Wissen und gute Nerven, denn Konditionierungen sind hartnäckig, fachliche Hilfe ist angesagt damit Eltern durchhalten. Ein Buch dass Eltern, Lehrer und Erzieher unterstützt in ihrem Anliegen wertschätzend und konsequent zu erziehen und da wo das gesunde Bauchgefühl noch vorhanden ist, auch darauf zu bauen.



Irvin D. Yalom: In die Sonne schauen

Ein Psychotherapeut, der im Rahmen seiner eigenen Entwicklung mit den Menschen über das Wesentliche spricht. Sich selbst zurück nimmt und sich im entscheidenden Moment dann wieder persönlich einbringt. Fallbeispiele, die dem Leser nahe gehen und Einsichten vermitteln. Angst vor dem Sterben, dem Tod, der Ewigkeit oder dem Nichts werden hier ergründet und existenziell ausgelotet. Mutig lesen und dadurch Veränderung erfahren!



Francois Lelord, Christophe Andre: Der ganz normale Wahnsinn

Ein Buch, dass zur Selbsterkenntnis anregt. Aufzeigt, was es an Verhaltensoriginalität so alles gibt und Hilfestellung im Umgang mit sozialunverträglichem Verhalten mancher Zeitgenossen bereit hält. Interesante Fallbeispiele, humorvolle Interventionen und die Bereitschaft nicht aufzugeben werden unterhaltsam vermittelt.



Annik Wecker: Anniks göttliche Kuchen

Ein Backbuch, das mich durch das ganze Jahr begleitet. Super gute Kuchen, Tarts, Kekse, Torten etc. Familie und Gäste sind begeistert von diesen göttlichen Backwerken. Für Anfänger wie für Fortgeschrittene, bestens geeignet, da eingängig alles beschrieben wird. Kuchen, die gücklich machen.



Frédéric Lenoir, Violette Cabesos: Der Fluch des Mont-Saint-Michel

Ein historischer Thriller der mich von Anfang an gepackt hat auch weil Mont-Saint-Michel ein beeindruckender Ort in der Bretagne ist. Vergangenheit und Gegenwart werden auf spannende Weise miteinander verknüpft. Liebesleid und Liebesglück spielen damals wie heute ein Rolle. Die Figuren sind authentisch beschrieben und die geschichtlichen Hintergründe sehr gut ausgeleuchtet. Für anspruchsvolle Leser!



Sue Monk Kidd: Die Meerfrau

Die Geschichte spielt auf einer kleinen Insel. Die Tochter verläßt als junge Frau ihren Heimatort, geht auf’s Festland um zu vergessen. Zu vergessen, dass ihr Vater ein Fischer, durch ihre Schuld auf dem Meer umgekommen ist. Durch einen schockierenden “Hilferuf” ihrer Mutter, ist sie gezwungen auf die Insel zurück zu- kommen. Vergangenheit wird zur Gegenwart, sie erfährt was damals wirklich geschah und bricht dabei ein Tabu das Folgen hat. Neugierig geworden? Dann Lesen!!!



Ulrich Giesekus, Sandra Schmid, Alexander Fix: Bevor es kracht

Ein Buch für alle, denen die Zukunft unserer Kinder am Herzen liegt. Für alle die verstehen wollen, wie sich ein Kind fühlt, das gemobbt wird und durch Angst blockiert ist. Für alle die neue Wege suchen als Eltern und als Pädagogen, mit Konflikten, Aggressionen, Gewaltbereitschaft und Gewalt – deeskalierend umzugehen. Für alle, die schon im Vorfeld eine Atmosphäre der Wertschätzung für Kinder schaffen wollen. Den Leser erwartet: Ausgewogene Theorie, Praxis erprobte Interventionen und Spiele, sowie Einführung in die Konfrontative Pädagogik. Unbedingt lesen, ihr Horizont erweitert sich und ihr Handlungsspielraum verändert sich. Kompetent und wertschätzend erziehen.



Barbara Wood: Das Perlenmädchen

Das neue Buch von Barbara Wood spielt im Zeitalter der Mayas. Bunt schildert die Autorin die Sitten und Gebräuche der damaligen Welt. Weise Frauen, kämpfende Helden, magische Orte und heilige Tiere geleiten das Volk der Azteken unter der Führung von Chac dem Ballspieler und Tonina, das Mädchen von der Perleninsel an ihren Bestimmungsort. Eintauchen in eine andere Welt, auf Zeitreise gehen, gute Unterhaltung auf 600 Seiten.



Dorn, Thea: Die neue F-Klasse

Theo Dorn, interviewt in ihrer unvergleichlichen Art, die unterschiedlichsten Frauen. Messerscharfe Fragen, intelligentes Nachhaken und gekonnte thematische Verknüpfungen machen dieses Buch zu einem Leckerbissen. Als Gesprächsgrundlage für viele Diskussionen zum Thema was macht “Frau” aus ihrem Leben, erprobt und bestens geeignet.



Sabine Thiesler: Der Kindersammler

Dieser Thriller hat mich von Anfang bis Schluss gefesselt. Der Werdegang eines Kindes, zum späteren Täter wird differenziert beschrieben und weckt im Leser Mitgefühl, dann Abscheu und Fassungslosigkeit. Vorsicht, dieses Buch kann zu schlaflosen Nächten führen.



Marie Hermanson: Die Schmetterlingsfrau

Ein ganz “normales” Leben, einer jungen Frau gerät durch einen Insektenbiss völlig aus den Fugen. Sie findet sich im Wintergarten eines Professors wieder um dort eine seltene Art von Schmetterling “auszubrüten”. Was letztendlich dabei herauskommt – lesen sie selbst.



Anthony McCarten: Englischer Harem

Tracy’s Phantasieausbrüche, gleich zu Beginn des Buches, waren so urkomisch, dass ich gespannt war auf die eigentliche Story. 3 Frauen und ein Mann leben zusammen und das Umfeld reagiert darauf. Wilde Spekulationen, Verdächtigungen und Beschuldigungen nehmen ihren Verlauf. Nur die Vier und der Leser(in) weiß was wirklich Sache ist. Liebevoll, anrührend und witzig geschrieben



Edwards, Kim: Die Tochter des Fotografen

Der Alltag einer Kleinfamilie wird detailliert beschrieben und immer schwingt das Familiengeheimnis mit. Zwei Erzählstränge laufen parallel und der Leser ist gespannt wie und wann diese Stränge zusammengeführt werden. Ausgewogene Sprache, facettenreiche Persönlichkeiten, psychologisch sehr gut durchdachte Geschichte



Khaled Hosseini: Tausend strahlende Sonnen

Zwei Frauenschicksale miteinander verwoben, beide abhängig vom selben Mann, der Gefangener seiner “Geschichte” ist und irgendwann nur noch böse um sich schlägt. Not, Todesangst und die Sorge um ein Kind bewirken, daß aus zwei verbitterten Frauen – Freundinnen werden, die letztendlich bereit sind alles füreinander zu geben.



Siri Hustvedt: Die Leiden eines Amerikaners

Das Buch liest sich wie ein Tagebuch, nach und nach entfaltet sich das Leben eines Psychiaters. Seine Sehnsüchte, Ängste und Mißgeschicke werden gekonnt beschrieben im Kontext seiner ureigenen Familiengeschichte. “That’s life and shit happens” auf hohem Niveau.



Muriel Barbery: Die Eleganz des Igels

Zwei Menschen,leben im selben Mietshaus, die äußerlich total verschieden sind und im Inneren jedoch Seelenverwandte. Die Jüngere will mit 16 sterben und die Ältere führt ein Doppelleben der besonderen Art. Beide finden zueinander und der Leser darf sich auf interessante Gespräche, witzige Situationen und tiefsinnige Gedanken freuen.



Preethi Nair: Koriandergrün und Safranrot

Indische Kochkunst, die Kraft der Gewürze, der Glaube an die Magie von bestimmten Speisen, sind verwoben in eine dramatische Familiengeschichte. Die Schuld der Väter, die sich bis in die 3. Generation auswirkt. Frieden schließen – wenn soviel passiert ist, ist das möglich?



Connie Palmen: Luzifer

Auf den neuen Roman von Connie Palmen war ich besonders gespannt. Eine Geschichte die im Amsterdamer Künstlermilieu spielt mit autobiografischen Anleihen. Exzentrische Charaktere, verstrickte Beziehungen, wechselnde Schauplätze und die Frage was ist Interpretation sowie persönliche Sichtweise des Einzelnen und was ist wirklich geschehen. Stoff aus dem gute Bücher sind. Meine Interpretation: Er hat Sie umgebracht. Was meinen Sie?



Sabine Weiß: Die Wachsmalerin

Frankreich, zur Zeit der französischen Revolution. Leben am Hof, Leben in den Prachtstraßen von Paris und Leben in den Gassen wo die Armut herrscht. Das sind die Welten von Marie, hier lebt und arbeitet sie und muss ihren Weg finden, in all den politischen Wirren. An der Seite ihres “Onkels” lernt sie, die Wachsmalerei, was letztendlich zu ihrer großen Leidenschaft wird, der sie fast alles unterordnet. Eine Geschichte vom Erwachsenwerden, in einer Zeit, in der es noch keine Kindheit gab.



Vonne van der Meer: Was du nicht willst

Ein Streit der in Zurückweisung mündet, Kränkung und Wut hinterlässt, löst eine Lawine von Ereignissen aus. Der Roman erinnert an den Schmetterlingsflügelschlag, als erstes Glied in einer Kette, an deren Ende der Orkan ausbricht. Sehr spannend auf das zwischenmenschliche Miteinander übertragen.
Die Charaktere sind differenziert beschrieben, auch der “Himmel” ist miteinbezogen.



Katja Lange-Müller: Böse Schafe

Diese Geschichte hatte mich nach wenigen Seiten, in ihren Bann gezogen. Harry, der so wunderbar küßt, dass bei Ihr, sämtliche Sicherungen durchbrennen. Was Sie, alles auf sich nimmt, um mit Ihm,
diesem zärtlichen, verrückten, kranken Mannsbild leben zu können.
Eine Frau, die zu sehr liebt, ein Mann, der nicht über seinen Schatten springen kann, nicht springen will !?
Ausdrucksstarke Geschichte !!!



Hanns-Josef Ortheil: Das Verlangen nach Liebe

Wie wäre es, wenn ich meine erste, große Liebe noch einmal treffen würde? Fragt sich der Leser nach diesem Buch. Eine Geschichte, wunderbar geschrieben; durch die feine Zeichnung der Charaktere, in der Musik und Malerei sich auf’s Schönste ergänzen und die Stadt Zürich, den Hintergrund dazu liefert. Feinsinniger Lebensgenuss, verlockende Leichtigkeit und tiefe Gefühle, verschönern die Lesestunden. Lesen als schönste Form des Alleinseins, durch diesen Roman erleben.



Fannie Flagg: Willkommen im Himmel auf Erden

Ein unterhaltsamer Roman über das Leben im Allgemeinen im hier und jetzt und im Besonderen was uns im Himmel erwartet.
Die Geschichte lebt von ihren liebenswerten Charakteren und der Atmosphäre in Elmwoodsprings, einem kleinen Ort in Missourie.
Kernthema: Wie könnte das Leben nach dem Tod aussehen.
Beschreibung: überraschend, humorvoll, zuversichtlich, die eigenen Vorstellungen erweiternd.
Das Buch tut einfach gut.



Meg Mullins: Der Teppichhändler

Uschman Khan lebt in New York als Teppichhändler. Er hat seine Heimat, den Iran verlassen, um für sich und seine Frau eine Existenz in den USA aufzubauen. Er führt ein einsames Leben, in dieser großen Stadt und seine Seele lebt von den Telefongesprächen mit seiner Frau, die in der Heimat seine Mutter pflegt. Immer wieder zieht es ihn zum Flughafen, dort beobachtet er die ankommenden Fluggäste. Er stellt sich vor, wie seine Frau hier ankommt. Als er erfährt, dass sie einen anderen liebt, von dem sie ein Kind erwartet, bricht seine Welt zusammen. Bei einem seiner Flughafenbesuche lernt er Stella kennen. Sie verlieben sich ineinander, eine zarte Liebesgeschichte entspinnt sich vor den Augen des Lesers. Kennenlernen, erste Nähe, Vertrautheit und die Unterschiede beider Kulturen werden einfühlsam beschrieben. Der Leser ahnt, dass diese Beziehung eine Metapher ist, eine Brücke, die beide, in einen neuen Lebensabschnitt führt.
Intensive, traurig, schöne Geschichte.



Guillaume Musso: Wirst du da sein?

Eine Liebesgeschichte, die den Leser auf eine Zeitreise mit nimmt. Gekonnt gestaltet der Autor das Thema: Was wäre wenn, ich noch einmal in meinem Leben zurück könnte, um mich an bestimmten Wendepunkten neu zu entscheiden. Diese Gelegenheit bekommt der Protagonist, nicht nur einmal und was daraus entsteht, ist eine wunderbare Geschichte.
Bei soviel Phantasie weitet sich das eigene Herz und das Denken führt noch mehr ins Wesentliche.



John Katzenbach: Der Patient

Über 600 Seiten Spannung. Der verregnete Urlaub ist damit gerettet. Der Autor führt den Leser in eine Psychotherapeutische Praxis und macht den Psychiater, der bis dahin ein geruhsames Leben geführt hat zum Opfer eines Spiels auf Leben und Tod.
Rumpelstilzchen wird natürlich erst ganz am Ende des Buches entlarvt – als es gar nicht mehr damit rechnet, dass man(n) ihm auf der Spur ist. Clevere Geschichte.



Linwood Barclay: Ohne ein Wort

Stell Dir vor, Du bist 14 Jahre alt, wachst morgens auf, wie immer, gehst in die Küche um mit deiner Familie zu frühstücken und keiner ist da. Auch am anderen Tag nicht und am Tag danach auch nicht und soweiter. Vater, Mutter und Bruder bleiben verschwunden. Steiler Einstieg – diese Geschichte und natürlich will der Leser unbedingt wissen, was ist da passiert.
Erst als das Mädchen erwachsen ist – erfährt sie die Zusammenhänge und gerät dadurch in eine tödliche Gefahr.
Dann geht’s erst richtig los.
Gelungene Story!



Frédéric Lenoir: Das Orakel der Heilerin

Frederic Lenoir hat einen hervorragenden historischen Roman geschrieben. Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich mit Spannung, das Leben des Giovanni Tratore, verfolgt.
Ein italienischer Bauernjunge, der seiner großen Liebe, Elena, begegnet und sich zum Ziel setzt, das Herz dieser Frau zu gewinnen. Er begibt sich auf eine äußere und innere Reise, findet dabei unterschiedliche Lehrer, die ihn auf seiner Suche nach Wahrheit und Weisheit begleiten. Gekonnt verknüpft der Autor geschichtliche Ereignisse mit dem Leben des jungen Mannes. Das ganze Leben ist ein Weg von der Angst zur Liebe. Das wird uns hier einfühlsam, klug und in wunderbarer Sprache gezeigt.



Lily Brett: Ein unmögliches Angebot

Die jüdische Gemeinde in Melbourne ist der Schauplatz dieses Romans. Lily Brett sorgt dafür, dass nichts unbesprochen bleibt was sich an Beziehungsdramen unter Menschen abspielen kann. Schockierend offen, witzig und intelligent gibt sie Einblick in die verwegensten Beziehugskonstellationen und alle Protagonisten haben eins gemeinsam, sie sind die Kinder von Holocaust Überlebenden. Alle mehr oder weniger traumatisiert, alle mehr oder weniger in ihren Bewältigungsstrategien gefangen.
Traurig, schöne Geschichten – die sicher irgendwann verfilmt werden.



Monika Maron: Ach Glück

Eine Ehe, die dahin plätschert. Träume, die nicht gelebt werden.
Alltag der in Grauschattierungen verläuft. Bis Johanna auf einen ausgesetzten Hund trifft, ihn aufnimmt und damit verändert sich alles. Der Hund wird zum Indikator für Gespräche über Liebe, Lebensentwürfe und Sehnsüchte. Das gemeinsame Leben des Paares wird auf den Kopf gestellt und der Leser kann mitverfolgen – was am Ende übrig bleibt. Somit wird die Geschichte zum Indikator für den Leser. Grau muss nicht grau bleiben.



Eva Siebenherz: Tränen aus Eis

Die Autorin Eva Siebenherz gibt in ihrer Biografie Einblick in ein Leben, das durch schreckliche Repressalien von Staatsseite fast zerbrochen wäre. Ich dachte beim Lesen immer wieder: Das darf doch nicht wahr sein – wie ahnungslos waren wir hier im Westen. Die Ost-West-Vergangenheitsbewältigung ist noch lange nicht abgeschlossen. Dieses Buch leistet dazu einen wichtigen Beitrag.



Hanns-Josef Ortheil: Faustinas Küsse

Eine turbulente und sprachlich wunderbar erzählte Geschichte, die in Rom spielt. Goethe flieht aus Weimar und erobert die ewige Stadt sowie die Geliebte, von Giovanni Beri, ein Spion des Vatikans, der es sich zur Aufgabe macht – diesen seltsamen Fremden, Tag und Nacht zu beschatten. Streifzüge durch Rom, Irrungen und Wirrungen der Beziehungen, interessante Charaktere und das Dolce Vita des Südens, bezaubern den Lesern.
Eine Muss-Lektüre für alle “Romliebhaber” und die es werden wollen.



Lionel Shriver: Wir müssen über Kevin reden

Eine Mutter versucht verzweifelt zu ergründen, wie es dazu kommen konnte, dass ihr 19 jähriger Sohn als Amokläufer endet.
In Briefen, die sie an den Vater ihres Kindes schreibt, läßt sie die Vergangenheit Revue passieren und sucht nach Anhaltspunkten und Verhaltensmerkmalen, Erziehungsfehlern die erklären könnten, warum ihr Kind zu dem wurde was er dann war.
Eine schockierende, spannende, nachvollziehbare, ungewöhliche Story.



Sebastian Fitzek: Amokspiel

Eine packender Thriller, der den Leser in einen Berliner Radiosender führt indem eine Geisselnahme geschieht. Was steckt hinter dieser Tat und wie konnte ein bis dahin unbescholtener Mensch, der auch noch Psychologe von Beruf ist, so etwas tun?
Verwickelte Geschichte, stimmige Wendungen, interessante Charaktere. Lassen Sie sich das nicht entgehen.



Marie Hermanson: Der Mann unter der Treppe

Frederik und Paula ein glückliches Paar mit zwei Kindern, geraten in eine unglaubliche Situation durch einen Mann, der im Kämmerchen unter ihrer Treppe wohnt. Als Leser fragt man sich, was wird das, wer sieht hier Gespenster, wie wird das Enden?
Die Autorin versteht es in ihrer Geschichte, ein feines Gespinnst von Tatsachen und Fiktion zu weben, in dem sich die ganze Familie verfängt. Nichts ist dann mehr so wie es einmal war. Lesen Sie selbst und Sie werden Bestens dabei unterhalten.



Katarina Mazetti: Der Kerl vom Land

Bibliothekarin trifft auf einen Landwirt. Sie lernen sich auf dem Friedhof kennen, verlieben sich und versuchen nun Stadt- und Landleben zu vereinbaren. Witzig, unterhaltsam. Leicht zu lesen.



Marie Hermanson: Saubere Verhältnisse

Saubere Verhältnisse, hinter diesem Titel verbirgt sich ein spannender Roman mit psychologischem Tiefgang.
Eine Businessfrau schlüpft jeden Montag in die Rolle einer Reinemachefrau und macht erstaunliche Entdeckungen im Hause eines Bankers. Übergänge in zwei Welten werden anschaulich und spannend beschrieben. Vergangenheit und Gegenwart, Kindheitstraumata und die Abgründe menschlichen Verhaltens sind gekonnt miteinander verwoben.
Ich habe das Buch non-stop bis Ende gelesen.



Marie Hermanson: Muschelstrand

Muschelstrand, hinter diesem Titel verbirgt sich ein spannender Roman mit psychologischem Tiefgang. Jeden Sommer verbringt die Protagonistin ihre Ferien im Sommerhaus mit ihren Eltern und schließt schon als kleines Mädchen, Freundschaft mit der Nachbarfamilie. Sie ein Einzelkind, fühlt sich in der nachbarlichen Sippe so wohl, dass sie am liebsten ganz dort leben würde. Eines Tages adoptiert die Wunschfamilie ein kleines indisches Baby, das nun auch jeden Sommer im Sommerhaus lebt.
Bis dieses Kind eines Tages spurlos verschwindet.
Als erwachsene Frau, stellt die Protagonistin, die inzwischen Wissnschaftlerin ist, Nachforschungen an und entdeckt eine erstaunliche Geschichte, die sich damals in ihrer Kindheit abgespielt hat und klärt somit den Verbleib des Kindes auf.

Die Personen sind anschaulich beschrieben und der Leser erfährt einiges über die Arbeit einer Wissenschaftlerin, die sich mit den Mythen beschäftigt, die sich um verschwundene Menschen ranken.
Ideale Literatur für ein freies Wochenende!!!



Preethi Nair: Duft der Farben

Eine heitere Geschichte, in der, der Leser, die Welt einer indischen Auswandererfamilie kennenlernt. Der Vater ganz Patriarch, bestimmt über den Werdegang seiner Töchter.
Die Älteste flieht aus der Familie, um ihr eigenes Leben zu leben. Die Jüngere, bleibt und fügt sich. Aber nur so lange, bis eines Tages ihr Traum in ihr, so übermächtig wird und sie, sich dann aufmacht ihn zu leben, ohne das Wissen ihres Vaters. Das führt zu allerhand Verwicklungen, die Spannung und Komik verursachen.
Für alle die selbst malen, ist das Buch ein doppelter Genuss.



Jed Rubenfeld: Morddeutung

Die Geschichte entstand in Anlehnung an Siegmund Freud`s einzige USA Reise. Schon allein die Idee – Freud und Jung auf den Plan zu rufen ist genial. Ein spannender Roman, der den Leser nach New York führt, Anfang des 1900 Jahrhunderts.

Ein Mord geschieht, Freud und seine Kollegen werden als “Profiler”, in die Ermittlungen mit ein bezogen. Traumdeutung, Ödipuskomplextheorie, Psychoanalyse – erlebt der Leser in ihren Anfängen. Auch die problematische Beziehung zwischen Jung und Freud ist in die Geschichte eingearbeitet.
Lesegenuss vom Feinsten !!!



Sharon Owens: Café der kleinen Träume

Ein Roman, der sich bei einer Tasse Kaffee gut lesen läßt,
um von den eigenen kleinen Sorgen und Nöten des Alltags – Abstand zu gewinnen. Lektüre zum ausspannen, die uns in die Welt eines Ehepaares führt, das versucht dem täglichen Einerlei zu entkommen. In der Art von Maeve Binchy schreibt die Schriftstellerin ihre Geschichte und schenkt uns mit diesem Buch einen angenehmen Zeitvertreib.

Der Blick auf Andere schärft den Blick für das Eigene.



Powers: Klang der Zeit

Ein anspruchsvolles Buch, das uns in das Amerika der 20-iger Jahre führt. Ausdrucksstark, vielschichtig und in wundervoller Sprache ist dieses Familienpanorama geschrieben.
Eine Liebeserklärung an die Musik, eine Herausforderung und Bereicherung für den Leser.
So muss große Literatur sein.



Angelika Schrobsdorfs: Du bist nicht so wie andre Mütter

Diese Lebensgeschichte, ist kein Buch wie jedes andere.
So ehrlich, tief und sprachlich wunderbar, daß ich es immer wieder zur Hand nehme und schon häufig verschenkt habe.

Lassen Sie sich verzaubern, durch das Berlin der “Zwanziger Jahre”.
Lassen Sie sich anrühren, durch Flucht und Trennung während des 2. Weltkrieges.
Lassen Sie sich mitnehmen nach Bulgarien, in die Zeit, in der die Autorin, ihre Mutter von einer ganz anderen Seite kennen gelernt hat.
Lachen, nachdenken, mitfühlen, verstehen – Lesezeit – Lebenszeit.



Mercier: Nachtzug nach Lissabon

Morgens noch in der Lateinstunde als Lehrer und abends schon im Nachtzug nach Lissabon, auf dem Weg in ein anderes Leben.

So schnell kann ein Mensch alles hinter sich lassen, wenn ihn plötzlich die Fragen:
Wer bin ich, was will ich, war das alles, umtreiben.
Der Protagonist geht auf Spurensuche. Wandelt auf der Spur eines Anderen, den er, in einem Antiquariat per Buch entdeckt hat. Sein Leben fasziniert ihn und bringt ihn, den Kopfmenschen, dazu ganz ungewöhnliche Dinge zu tun.
Lebenskrise eines Intellektuellen, der ausbricht, das Leben und sich selbst noch einmal neu kennen zu lernen.



Walls, Jeannette: Schloss aus Glas Verlag (Hoffmann und Campe)

Walls ist Journalistin und veröffentlicht hier ihre ungewöhnliche Biografie. Kindheit mit viel lesen, wenig zu essen, ausgeflippten Eltern, zig Umzüge – innerhalb der Staaten, unkonventionelle Weihnachtsfeste mit noch unkonventionelleren Geschenken. 4 Kinder die geprägt sind durch Liebe, Fürsorge und Vernachlässigung – eine atemberaubende Ambivalenz wird hier beschrieben. Lachen, weinen, entsetzen beim Leser.
Bewertung: Note: reservieren Sie sich ein Wochenende – die Geschichte macht süchtig.



Claudia Schreiber: Ihr ständiger Begleiter

Soeben habe ich diesen Roman zu Ende gelesen und stehe noch ganz im Banne dieser genial erzählten Geschichte. Johanna und ihre Brüder wachsen als Kinder eines baptisten Pastors auf. In dieser “frommen” Welt gibt es Verlorene und Gerettete. Die ganze Familie setzt sich missionierender weise dafür ein – zu retten.
Selbstaufopfernd, bis hin zum eigenen Persönlichkeitsverlust geht die Familie ihren “engen” Weg. Die Liebe zu sich selbst und zum Nächsten wird im Dogma mehr und mehr erstickt. Johanna, die lange “durchhält”, macht sich dann auf, ihr eigenes Leben zu leben. Ihr ständiger Begleiter, begleitet sie auch weiterhin und es ergeben sich interessante Dialoge.
Ein mutiges Buch über christlichen Fundamentalismus.



Viktoria Wolff: Das weiße Abendkleid

Ein weißes Abendkleid wechselt vier mal die Besitzerin. Wie jede Frau in den Besitz des Kleides kommt und warum dieses Kleid, das Leben der vier ganz unterschiedlichen Frauen verändert, ergibt vier wunderbare Geschichten, die in den Zwanziger Jahren spielen. In einer Zeit, in der Frau noch an die ganz große Liebe glaubte, für die sie bereit war alles, wirklich alles aufzugeben.
Für unsere heutigen Verhältnisse ein antiquiertes Frauenbild und trotzdem war ein Teil meiner Seele, die romantische Seite in mir, beim Lesen sehr zufrieden.



Gloria Goldreich: Dinner mit Anna Karenina

Sechs Frauen, denen Literatur viel bedeutet, treffen sich regelmäßig zu Buchbesprechungen, in ihrem Leseclub. Sechs Lebensgeschichten, die miteinander verwoben sind durch Freundschaft, Beruf oder Verwandtschaft. Anna Karenina, Lolita lesen in Theran, das Riff, Betty’s Schwestern sind einige der Bücher, die sie lesen und miteinander besprechen. Die Frauen lassen sich inspirieren durch die Romane und Biografien der entsprechenden Schriftsteller. Beim gemeinsamen Abendessen erzählen sie sich Aktuelles aus ihrem Leben. Nach dem Essen bestimmt die Literatur das Gesprächsthema. Als Cynthia bekennt, daß sie unglücklich ist und sich von ihrem Mann getrennt hat, setzt sie damit einen Veränderungsprozess im Leben ihrer Freundinnen in Gang.
Freundschaft, die in Offenheit mündet – gekoppelt an den Austausch über Literatur, die einerseits zum Spiegel wird und andererseits Perspektiven aufzeigt, scheint die ideale Kombination zu sein, verkrustetes Leben aufzubrechen. Ein Roman über das Leben, das Lesen und die Liebe.



Andrea Schenkel: Tannöd

Der Autorin gelingt es, dass ich mich beim Lesen von Tannöd fühle, wie wenn ich bei Regen und Matsch auf dem Nachbarhof wohne und keinem Menschen mehr trauen kann. Ich begebe mich auf Spurensuche und begegne dabei Menschen, die in ihren Lebensumständen gefangen sind und damit sich und andere quälen. Neid, Hass, Bigotterie und Einsamkeit erzeugen eine triste Stimmung. Ich selbst werde zur Gefangenen meiner ambivalenten Gefühle für den Täter, die zwischen Abscheu und Verstehen hin und her schwanken. Tannöd kann überall sein. Beim Lesen warm anziehen.



Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind

Eine E-mail-Liebesgeschichte mit Wortwitz, Schlagfertigkeit und überraschendem Ende. Die den Leser dazu bringt, nichts anders mehr zu wollen als weiter zu lesen, um am Ende des Buches gleich noch einmal von Vorne zu beginnen. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Erste Sahne!



Markus Heitz: Die Zwerge

Ein “zwergisches” Findelkind gerät durch mysteriöse Umstände in die Obhut eines Zauberers, wächst heran und begibt sich auf die Suche seiner Herkunft. Bald stellt sich heraus, daß dieses Kind, der Schlüssel zu einem großem Geheimnis ist, dessen Lüftung mit der Vereinigung von Elben, Menschen und Zwergen einher geht. Diese Völker müssen an einem Strang ziehen, um den großen Kampf gegen das Böse aufzunehmen.
Eine temporeiche, spannende Reise durch eine fantastische Welt, in der die Zwerge als heldenhafte Hüter des “Geborgenen Landes” auftreten. Eine Geschichte über Freundschaft und Verrat, Heldentum und Aufopferung.
Ideale Freizeitlektüre für Fantasybegeisterte.
Folge Lektüre: Der Krieg der Zwerge. Die Rache der Zwerge.



Sarah Challis: Wüstenherz

Emily und Clemmie, machen sich auf die Reise um den letzten Wunsch ihrer Großtante, Mary zu erfüllen. Die, wünscht sich, in der Sahara begraben zu werden. Die beiden Cousinen sind mehr oder weniger begeistert von diesem Unternehmen. Sie lernen eine andere Welt kennen, die sie in ihren Bann zieht. Tante Mary’s Vergangenheit gibt ihnen Rätsel auf. Zum guten Schluß findet eine der Frauen ihre große Liebe bei den Tuareks.

Unterhaltsame Geschichte, in zwei Erzählsträngen geschrieben, für alle die, die Wüste kennen oder kennenlernen wollen.



Katherine Scholes: Die Sturmfängerin

Der dritte Roman von Katharine Scholes ist erschienen. Voller Erwartung habe ich ihn gelesen und war hineingenommen in eine Familiengeschichte, die anschaulich und spannend geschrieben ist. Die Vorhersehbarkeit der Geschichte hatte auch ihren Reiz, Ereignisse fügen sich und die Seele bekommt das, was sie sich wünscht, warum auch nicht?! Es muss nicht immer tragisch enden.



Anna Salter: Die Psychologin

Anna Salter, die Autorin arbeitet als Gerichtspsychologin und schreibt aus diesem Hintergrund heraus. Unglaublich spannend baut sie ihre Geschichte auf, mit interessantem Detailwissen über Sexualstraftäter sowie Beschreibungen von Gruppentherapiesitzungen, der besonderen Art. Ihre Protagonistin ist mutig, originell, intelligent und sensibel. Was wollen wir mehr! Für Fans von Psychthrillern ein Genuß.



Gita Lehr: Die Lewins

Gekauft habe ich das Buch weil mir das Umschlagbild gefallen hat. Traumtänzerisch schweben drei Mädchen ins Blickfeld. Je mehr ich gelesen habe desto mehr nahm mich die Geschichte gefangen und schließlich war ich stundenlang abgetaucht um zu erfahren wie diese Familie tickt, wie Geschwisterkonstellationen wirken und wie die Autorin mit Familienverstrickungen arbeitet.
Gewagte Geschichte, differenzierte Charaktere ein gelungenes Generationenportrait.



Marianne Fredriksson: Sofia und Anders

Sofia lernt den blinden Anders kennen. Sie läßt sich ganz auf seine Welt ein und schenkt ihm damit ihre Welt. Zwei Kinder, die unterwegs sind auf ihrer Lebensreise und dabei Erfahrungen sammeln, die den Leser zum Lachen bringen, ihn weinen lassen, und die Hoffnung nähren, daß auch das Unglaubliche passieren kann. Eigenwillige Story – sensibel geschrieben.



K. C. McKinnon: Lichter hinter dem Fluß

Ein Geschichte, die in ihrer Tragik, Denkanstösse zum Thema: Sterbehilfe gibt. Späte Liebe, Freundschaft, Krankheit und Sterben sind Inhalte dieser Geschichte. Traurig – schön würde ich diesen Roman beschreiben. Er will Schweres, leichter machen, ein guter Ansatz um sich mit der Vergänglichkeit zu befassen.



Harald Evers: Die Bruderschaft von Yoor

Eintauchen in eine völlig andere Daseinsform, das gelingt mit diesem Buch. Stunden, in denen Sie fern ab von allem sind, was ihre Realität ausmacht, können Sie ohne zu reisen erleben, in ihrer Phantasie. Schlagen Sie das Buch auf und erleben Sie von der ersten bis zur letzten Seite packende Unterhaltung. Und eins noch, wenn Sie auf der letzten Seite angekommen sind – es gibt Folgebände.



Sakrileg (Director’s Cut. 6 CDs)
Hörvergnügen der besonderen Art
Sie haben keine Zeit zum Lesen? Verbringen aber viel Zeit im PKW oder LKW dann empfehle ich ihnen: Sakrileg als Hörbuch. Genial gelesen und gesprochen von Wolfgang Pampel. Keine Strecke wird ihnen zu lang, kein Pass zu beschwerlich, sie ärgern sich über keine Mautstelle mehr und sind relaxed im Stau. Was wollen sie mehr? Vergessen sie aber nicht ihre Fahrpausen.



Sebastian Fitzek: Die Therapie

Spannende Stunden auf der Couch
Von einem Thriller erwarte ich, dass er mich bis zur letzten Seite fesselt, von einem Psychothriller erwarte ich, dass ich es vor Spannung fast nicht mehr aushalte. Genau das ist geschehen beim Lesen, der Therapie. Fesselnder Plot, dichte Story, die Charaktere lebendig beschrieben, die Schicksale glaubhaft miteinander verwoben und ein Ende mit Schrecken – das lange im Leser nachwirkt. Wenn sie mit diesem Buch beginnen kann ihr Umfeld nicht mehr mit ihnen rechnen bis sie auf der letzten Seite angekommen sind.



Barbara Wood: Gesang der Erde

Wunderbares Lesevergnügen
Mein Urlaub war verregnet und doch habe ich diese Zeit genossen weil ich abgetaucht bin in Barbara Wood’s neues Buch: Gesang der Erde. Entführung in eine andere Zeit in eine andere Kultur, abgetaucht in Gefühle von Zugehörigkeit, Einsamkeit, Neid, Leidenschaft, Sehnsucht, Liebe und noch mehr. In ihrer besonderen Art läßt die Autorin Geschichten, Bilder, Visionen entstehen die den Leser verzaubern, berühren und die Zeit vergessen lassen auch die “Regenzeit” im Urlaub.



Pressler, Myriam: Rosengift

In diesem von Anfang an spannenden Roman verknüpft die Autorin gekonnt, die Vergangenheit mit der Gegenwart. Zeit heilt nicht automatisch alle Wunden sondern auch nach vielen Jahren, kann ein scheinbar geordnetes und erfolgreiches Leben völlig aus den Fugen geraten. Starke Gefühle, psychologischer Scharfsinn und temporeicher Erzählstil sorgen für super gute Unterhaltung.
Ganz nebenbei erfährt der Leser auch noch, wie die Schriftstellerin Stoff für den nächsten Roman sammelt.



Demski: Das siamesische Dorf

Der Leser begleitet eine Reisegruppe, die drei Wochen “Paradies” gebucht hat, und nichts ist dann so wie es scheint. Jeder der Gäste hat so seine Abartigkeiten und Geheimnisse und der Ort selbst ist ein waberndes Geflecht aus sämtlichen Todsünden. Gute Unterhaltung verbunden mit fernöstlicher Weisheit.



Ali, Monica: Bricklane (Knaur)

Ostpakistan 1967 – Nazeens Leben beginnt. Facettenreich – lernt der Leser das Leben in Bangladesh kennen. Als verheiratete Muslimin wandert sie mit ihrem Mann nach London aus. Ohne Sprachkenntnisse lebt Sie isoliert in ihrer kleinen, vollgestopften Wohnung. Ihre Naivität ist rührend – doch dann beschließt sie anzukommen …
Ein herrlicher Entwicklungsroman mit viel Tragik – Komik.
Bewertung: Pralles Leben



Scholes, Katharine: Regenkönigin

Die Geschichte spielt in Kenia. Ein Ehepaar lebt dort in der Mission, beide sind Ärzte unterstützt werden sie von eine Krankenschwester. Konflikte entstehen als die Krankenschwester – Schulmedizin mit einheimischen Heilmethoden verbindet. Ausserdem erwartet den Leser(in) eine wunderschöne Liebesgeschichte.
Bewertung: 80 Frauen in Altensteig waren begeistert



Scholes, Katharine: Traumtänzerin

England und Indien sind die Schauplätze dieser Story. Eine junge Frau ist auf der Suche nach ihren Wurzeln.
Klingt althergebracht – denkste ! Unglaublich spannend beschreibt die Autorin, diese Suche, psychologisch klug durchdacht – spielt sie auf der Gefühlsklaviatur des Lesers.
Bewertung: Ein super Geburtstagsgeschenk für die beste Freundin – zuvor selbst lesen



Brett, Lilly: Einfach so

Eine Jüdin in New York, arbeitet für eine Zeitung und schreibt für Todesanzeigen, den Nachruf. Sie recherchiert im Leben dieser Toten und lernt erstaunliche, bemitleidenswerte, fragile Schicksale kennen.
Nebenher kümmert sie sich noch um ihren schrulligen Vater, ihre vulgäre Freundin und um ihre eigenen Beziehungen.
Bewertung: Holocaustpräsenz – traurig – tief und trotzdem schön



T’Hart, Marten: Die Sonnenuhr

Der Tod der besten Freundin – gibt Anlass in deren Rolle zu schlüpfen. Zahlreiche Verwicklungen entstehen die, den Leser immer wieder zum Lachen bringen. Eingewebt in die Geschichte ist ein Krimi der dafür sorgt, dass das Spekulieren kein Ende nimmt. Ende mit Überraschung.
Bewertung: Schreibstil genial – Story skurril



Eugenides, Geoffrey: Middlesex

Pulitzerpreis – Schwester und Bruder, Griechen, wandern aus und kommen in USA als Ehepaar an. Wieso das ?
Lesen – und was sie sonst noch erleben und wie sich ihre Allianz auswirkt auf kommende Generationen – unglaublich und doch möglich.
Bewertung. Ein Generationenroman der gen-ial über gen-et(h)isches berichtet.



Anderson: Ein Jahr am Meer

Eine Frau in den mittleren Jahren, soll mit ihrem Mann umziehen weil er sich beruflich verändert. Sie beschließt anstatt des Umzuges sich eine Auszeit zu nehmen. Ein Jahr lebt sie in ihrem Sommerhaus in Capcode. Alleine auf sich gestellt, entdeckt sie völlig neue Seiten an sich. Und ob sie zu ihm zurückkehrt ist nicht sicher.
Bewertung: Für alle die am liebsten die Koffer packen würden – um sich aus dem Staub zu machen.
Bleiben sie – und lesen statt dessen dieses Buch



Gaffney, Patricia: Der Garten der Frauen

Vier Freundinnen treffen sich 14-tägig zum Abendessen. Sie erzählen einander, das Alltägliche, das Aussergewöhnliche und das Unmögliche. Frauenfreundschaft pur. Die Charaktere sind differenziert beschrieben
und die “wichtigen” Fragen im Leben werden ins Blickfeld gerückt.
Bewertung: Ein erfrischendes unterhaltsames Buch, für den Liegestuhl am Strand oder nach dem Apres ski.



Faolain, Nuola: Ein alter Traum von Liebe

Eine irische Journalistin die in England lebt und 20 Jahre nicht mehr in ihrer Heimat war, bekommt den Auftrag
eine Story in Irland zu recherchieren. Sie lernt auf der Fähre einen Mann kennen, verliebt sich und trifft ihn einige Tage später wieder in ihrem Cottage. Eine Liebesgeschichte entspinnt
sich. Hin und hergerissen zwischen Nähe und Distanz, Bindung und Autonomie muß sie ihren Weg finden.
Bewertung: Sensibel, bildreich und weise ist diese Geschichte geschrieben, sprachlich gekonnt.



Barbara Wood: Kristall der Träume

‘Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe’.
Übersetzt von Susanne Dickerhof-Kranz.
Fischer Taschenbuch Vlg.
November 2004 – kartoniert
- 656 Seiten 9,95 EUR
Zeitreise von Sybille Seuffer, 26.01.2006
Barbara Wood nimmt den Leser mit zu den Anfängen der Menschheitsgeschichte und bereist mit ihm dann sämtliche Epochen. In ihrer unvergleichlichen Art verbindet sie Geschichten, die spannend und unterhaltsam sind, mit interessantem Wissen. Außerdem gelingt es ihr anschaulich aufzuzeigen, was Menschen glauben und wie dieser Glaube sich dann im Leben des Einzelnen auswirkt. Selbsterfüllende Prophezeiungen in jeder Epoche. Das macht nachdenklich!



Azar Nafisi: Lolita lesen in Teheran

Übersetzt von Maja Überle-Pfaff.
Deutsche Verlags-Anstalt
August 2005 – gebunden
- 400 Seiten 17,90 EUR
Was sich “hinter” dem Tschador verbirgt von Sybille Seuffer, 26.01.2006
In Theran trifft sich eine Literaturprofessorin, mit sieben Studentinnen, zum lesen und diskutieren, in ihrer Wohnung. An der Garderobe legt jede Frau ihren Tschador ab. Zum Vorschein kommen junge Frauen die, die Mode lieben, die sich ihrer Attraktivität bewusst sind. Sie lesen verbotene Bücher und schaffen sich damit einen geistigen Freiraum, der sich bis in ihren Alltag hinein auswirkt. Sie erzählen einander Geschichten aus der Welt des Islams, einer Welt, in der sie sich beengt und verkannt fühlen.
Literatur hat Sprengkraft! Das Buch hat mich begeistert! Lesegenuss vom Feinsten!



Annemarie Schoenle: Du gehörst mir

Psychothriller.
‘Knaur Taschenbücher’.
Droemer Knaur
Dezember 2005 – kartoniert
- 411 Seiten 7,95 EUR^
Spannende Beziehungskiste von Sybille Seuffer, 26.01.2006
Liebe und krankhafte Eifersucht können nahe beieinander liegen. Ganz langsam baut die Autorin, die Dramatik auf, die diesem Thriller zu Grunde liegt. Der Leser ahnt und spürt, dass sich da Etwas zusammenbraut. Gänsehaut und “das darf doch nicht wahr sein” Gedanken lösen sich immer wieder ab. Die zwei Protagonisten verstricken sich immer tiefer, und es entsteht eine No-way-out Situation. Durch einen ausgeklügelten Plan der Frau kommt es dann zur Lösung. Nebenbei erfährt der Leser wie eifersüchtige Menschen ticken. Prüfe wer sich ewig bindet…
Spannende Lesestunden!



Val McDermid: Tödliche Worte

Originaltitel: The Torment of Others.
‘Knaur Taschenbücher’.
Übersetzt von Doris Styron.
Droemer Knaur
Oktober 2005 – kartoniert
- 524 Seiten 8,95 EUR
Spannung, die “fast” nicht auszuhalten ist von Sybille Seuffer, 24.01.2006
Auf Seite 170 konnte ich mich dann nicht mehr zurückhalten, und habe die letzten zehn Seiten des Buches gelesen. Anschließend beim Weiterlesen, auf Seite 171 bis Ende, konnte ich dem “Täter” auf die Finger sehen – das hatte auch was.



Khaled Hosseini: Drachenläufer

Originaltitel: The Kite Runner
‘Berliner Taschenbuch’
Übersetzt von Angelika Naujokat, Michael Windgassen.
Berliner Taschenbuch Verl
November 2004 – kartoniert
- 376 Seiten 10,50 EUR
Drachenläufer von Sybille Seuffer, 24.01.2006
Die Lebensgeschichte zweier Jungen aus Afghanistan, die miteinander aufwachsen wird facettenreich geschildert. Zwei Gesellschaftsschichten prallen aufeinander. Die Freundschaft der Kinder wird auf eine harte Probe gestellt und ihrer beider Leben bleibt miteinander verflochten ins Erwachsenenalter hinein und darüber hinaus. Die Geschichte eines Landes, das immer wieder zum Spielball, der Mächtigen und Fanatiker wurde und bis heute keinen Frieden findet ist schockierend.
Unbedingt lesen!!!

Kinder & Jugendbücher



Brigitte Blobel: Alessas Schuld

Spannend von Beginn bis zum Schluss, liest sich dieser Roman, zum Thema: Amoklauf eines Schülers. Alessa kommt als neue Schülerin in eine Klasse, freundet sich mehr oder weniger mit Ulf an, der in ihrer Nachbarschaft wohnt. Je länger je mehr, sie ihn und seine Mutter kennenlernt, beschleicht sie ein Unbehagen. Per e-mail, teilt sie ihrer Freundin aus Starnberg mit, was sie in der neuen Klasse erlebt und, dass sie nicht weiß, wie sie sich Ulf gegenüber abgrenzen soll. Ulf interpretiert Alessas Freundlichkeit völlig falsch und erhebt seinerseits Besitzansprüche, reagiert eifersüchtig, wenn Alessa ihn nicht über ihre Freizeitaktivitäten informiert bzw. einbezieht. Die Begegnungen, der Beiden nehmen immer bizarrere Formen an. Bis Ulf am Schulfest durchdreht. Doch selbst da, versteht keiner, was in ihm vorgeht und niemand erkennt, die Gefahr, die von ihm ausgeht. Bis dann das Schreckliche geschieht. Im Rückblick fragt sich dann auch Alessa, wo hätte sie die Weiche anders stellen können.
Mich hat das Buch nachhaltig beschäftigt, denn Menschen wie “Ulf” gibt es an jeder Schule.



David Klass: Wenn er kommt dann laufen wir davon

Spannende Geschichte – die im Leser einen inneren Zwiespalt erzeugt, der sich nicht auflöst. Was kann der Bruder, dem Bruder glauben ? Wie weit geht Geschwisterloyalität und wann ist der Punkt erreicht um sich abzugrenzen ? Wie kann ein Mensch damit leben, dass sein Bruder durch und durch böse scheint.
Was ist Tatsache und was ist Projektion ?
Lektüre für Leser mit starken Nerven ab 13 Jahren.



Ingeborg Knaak: Kinderkram und mehr…

Auf der Suche nach einem guten Geschichtenbuch für Kinder zwischen 3 und 8 Jahren bin ich auf das Buch von Ingeborg Knaak gestossen. Liebevoll, lehrreich und humorvoll schreibt die Autorin kleine Geschichten für Kinder, die sich wegen ihrer Länge gut als Gutenacht – Geschichten eignen. Außerdem ist ein Geschichtenadventskalender eingefügt, eine kluge Idee und ein guter Anstoß zum Vorlesen in der Vorweihnachtszeit.
Meine Enkelkinder werden sich freuen.



Sebastian Lybeck: Latte Igel und der Wasserstein

Eine spannende Geschichte, in der der kleine Igel mit dem Eichhorn zusammen den Wasserstein finden muss, damit der Wald nicht vertrocknet. Freundschaft, Vertrauen und Mut sind die tragenden Elemente und vermitteln Kindern wichtige Werte.

Als Vorlesebuch für die Ferien super geeignet.



Brooks, Kevin: Lucas

Eine Story die unter die Haut geht. Cait und Lukas werden euch noch lange Zeit begleiten und hoffentlich wächst in allen Lesern die Zivilcourage. So müssen Jugendbücher sein! (Jugendbuch)

Bärbel Spathelf, Susanne Szesny: Pass auf dich auf!

Sensibel und ohne Angstmacherei wird hier das Thema aufgegriffen – Wenn, dich ein Fremder anspricht. Ein Thema über das Eltern mit ihren Kindern reden müssen und es fällt viel leichter mit diesem Buch. Die zwei Kinder, die diese Geschichten erleben, wissen, wie man sich richtig verhält und vermitteln dadurch einen guten Ansatz und wirken als Vorbilder.
Außerdem ist das Buch wunderbar illustriert.
Für Kinder ab 4 Jahre.



Julia Volmert, Susanne Szesny: Der kleine, freche Quengelkasper

Der freche Quengelkasper lebt in einer Familie mit zwei Kindern. Er nervt alle, sabbert beim Essen, wirft Spielzeug durcheinander, redet ständig dazwischen usw. Mutter und Kinder beschließen zusammen, dem Kasper Umgangsformen beizubringen. Eine gute Idee, die Kinder als diejenigen zu zeigen, die Regeln erklären und Regeln umsetzen. Außerdem arbeitet das Buch mit positiver Verstärkung – dazu gibt es den Marienkäfer aus Holz – wie Sie ihn einsetzen können erfahren Sie beim Vorlesen des Bilderbuchs.
Prädikat: Pädagogisch wertvoll und wunderbar illustriert!!!



Erwin Moser: Das Findelkind

Erwin Moser hat eine ganze Reihe von Gute-Nacht-Geschichten geschrieben und alle sind so gelungen, dass Kinder damit auf- wachsen sollten. Kurze Geschichten, so fantasievoll, ulkig und klug – dazu noch herrlich illustriert. Jedes Mutter- und Omaherz schlägt dabei höher und die Kinder sind begeistert und wollen mehr davon.



Eva Ibbotson: Annika und der Stern von Kazan

Annika, das Findelkind lebt in Wien, bei 3 Professoren und deren zwei Haushälterinnen. Originelle Charaktere werden hier beschrieben und die Wissensvermittlung in unterschiedlichen Bereichen kommt natürlich auch nicht zu kurz. Annika übernimmt häusliche Pflichten, spielt in ihrer Freizeit fantasievolle Spiele mit ihren Spielkameraden und wird so ganz nebenbei als positives Leitbild eingeführt. Außerdem birgt die Geschichte auch noch die nötige Spannung in sich und wird dadurch zum Lese oder Vorleseerlebnis.



Kai Meyer: Die Fließende Königin

Der erste Teil dieser Trilogie enthält soviel Interessantes und Wissenswertes, dass jedes Kind erwartungsvoll und begeistert Teil 2 und Teil 3 lesen wird.
Venedig im Mittelalter, Merle soll das Handwerk,
der Spieglemacherin erlernen. Mit ihren Freunden wird sie verstrickt in eine abenteuerliche Geschichte, in der, die Fließende Königin, bedroht wird und die Kinder suchen nach Lösungen um die Stadt und die Königin zu retten.


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Datum:
12.12.2017

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